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  Volkstrauertag 2011
 




22.12.2011


Ein Bericht zum Volkstrauertag im Stadtpark Werder/Havel


Am 12.11.2011 trafen sich 6 Jugendliche, um im Stadtpark Werder/ Havel den verwilderten Heldenhain wieder Glanz zu verleihen. Ein Ort im Stadtpark, an dem täglich Spaziergänger vorbei ziehen, wurde nun wieder wahr genommen. Am 24. September 1920 wurde in Werder beschlossen einen Heldenhain für die im ersten Weltkrieg gefallenen Söhne der Stadt zu errichten, welcher dann am 20. Mai 1923 eingeweiht wurde. Doch dieser Ort ist lange kein Ort mehr des Gedenkens. An diesem schönen Herbstsonntag sollte diese Stätte des Gedenkens aus dem Vergessen heraus gehoben werden und so wieder in die Sinne der Werderaner gerufen werden. Der Eindruck der vorbeilaufenden Leute ließ erahnen, dass sich hier in den letzten Jahren kaum jemand um den Heldenhain kümmerte. In der Mitte des Hains ist ein erhöhter, mit Feldsteinen angelegter Rundplatz auf welchen eine Friedenslinde gepflanzt wurde. Rings um den Platz herum wurde ein Kreis aus Pyramideneichen angelegt.
Zwischen den Eichen wurden 12 Findlinge gesetzt, welche die Namen der 257 im Felde gebliebenen oder im Lazarett gestorbenen Soldaten der Stadt Werder tragen.
Eine Gedenktafel trägt das Wappen der Stadt Werder und die Jahreszahlen 1914-1918, welche kaum noch zu lesen sind. Früher stand an dieser Stelle der historische Gedenkstein. Der Stein war bepflanzt und trug die Inschrift : 
 
 
"Den im Weltkriege 1914 - 1918 gefallenen Helden
widmet diesen Hain die Stadt Werder"
 
Nun zum eigentlichen Geschehen an diesem Tag, dem Volkstrauertag. Ein Tag des Gedenkens und des Handelns. Die 12 Steine, die die Namen der Gefallenen tragen, wurden vom Schmutz und Laub befreit. Am zentralen Gedenkstein wurden rundherum Grabkerzen abgestellt und ein Gesteck niedergelegt, mit folgenden Worten auf den Bändern:
 
 
"Zum Gedenken der unzähligen Gefallenen, Getöteten, Vermissten, Verwundeten und Vertriebenen."
 
Es war an diesem Tag ein verhältnissmäßig geringer Aufwand zudem was unsere Toten an Anerkennung verdienen. Vielleicht kann bewirkt werden, dass die vielen Spaziergänger nicht nur achtlos den Wegen im Stadtpark folgen, sondern auch genauer hinsehen und in sich gehen.

Hier ist ein Bericht auf DenkFried.de
Bericht im General Anzeiger Werder